Eisenbahn

Reisezüge
heinrich-hanke.de

Eisenbahn
Reisezüge
..Deutschland
..Frankreich
..Italien
..Niederlande
..Schweiz
..CIWL
..TEE
Zugbildung
Impressum



What's new powered by crawl-it
Rheingold und Rheinpfeil 1951-1962/1963
HomeEisenbahnReisezügeRheingold1951-1962

Nach dem Krieg
Am 17.12.1946 gab es mit D 163/164 erstmalig wieder eine Zugverbindung Hoek van Holland - Basel SBB, die im Folgejahr 1947 auf deutscher Strecke in einen FD umgewandelt wurde.
Die Verkehrsbeziehung London - Holland - Schweiz wurde 1948 so beschleunigt, daß FD 163/164 zwischen Hoek van Holland und Basel nicht mehr als Tag-Nacht-Verbindung, sondern als reine Tagesverbindung wie vor dem zweiten Weltkrieg gefahren werden konnten, die Reisegeschwindigkeit stieg dabei von 41,4 bzw. 40,1 auf 56,2 km/h auf dem deutschen Streckenabschnitt. Zum 2. Oktober 1949 erfolgte eine nochmalige Beschleunigung, wobei die Reisegeschwindigkeit nordwärts auf 57,8 km/h und in südlicher Richtung auf 58,6 km/h anstieg. In Basel SBB wurde ein Anschluß nach Rom hergestellt.
Der F-Zug
Am 20. Mai 1951 kam es in Deutschland zur Einführung des blauen F-Zug-Netzes. Da FD 163/164 zur schnellsten Verbindung Holland - Schweiz ausgestaltet wurde, erhielt das Zugpaar im Hinblick auf die Vorkriegstradition den Namen 'Rheingold-Express'. Durch Korrespondenz- und Flügelzüge in Köln konnten neu Brüssel, Amsterdam, das Ruhrgebiet im Norden, Wien, München, Meran, Venedig, Rom und Chur im Süden an diese Verbindung angeschlossen werden. Der Flügel Köln - Oberhausen - Emmerich - Amsterdam erhielt die Zugnummer F 263/264.
Im Gegensatz zum Vorkriegs-Rheingold verkehrte der Zug nun über Eindhoven - Venlo statt über Utrecht - Arnheim - Emmerich. Insgesamt wurden für diesen Einsatz 23 Schürzenwagen der Bauartgruppe 39 und 3 Packwagen der Bauartgruppe 37 (105 654, 105659 und 105 680) im Rahmen der Wagen-Wiederaufbereitungsprogramme "Ida" und "Cilly" hergerichtet. Die Wagen trugen eine stahlblaue Farbgebung und trugen die Eigentumsbezeichnung "DEUTSCHE BUNDESBAHN" in erhabenen Lettern. Zunächst bestand die Garnitur nur aus Sitzwagen ABC4üe-39/51, später kamen noch AB4ü und C4ü hinzu.
Die Bespannung des Rheingoldzuges wurde mit Lokomotiven der Baureihen 01, 01.10, 03 und 03.10 durchgeführt, zwischen Köln und Kaldenkirchen kam auch die BR 41 zum Einsatz.
Zugbildung F 163/164 1951
Das Fahrplanjahr 1952 brachte für den stark belasteten Rheingold-Expreß eine neue schnelle Tagesverbindung F 9/10 Basel SBB - Hoek van Holland über Mannheim - Mainz - Köln - Venlo mit Flügelzügen F 21/22 Innsbruck - Kufstein - München - Würzburg - Frankfurt - Mainz - Köln - Essen - Dortmund, die in Köln miteinander zusammengeschlossen waren. Beide Züge führten den Namen 'Rhein-Pfeil'.
F 21/22 befuhr den Abschnitt München - Innsbruck nur in den Zeiten der Hochsaison im Sommer und Winter. Zwischen Köln und Mainz waren beide Züge miteinander vereinigt. Aufgrund der vertraglichen Rechte führte F 9/10 einen blauen ISG- Speisewagen, F 21/22 einen roten DSG-WR nur zwischen München und Mainz.
Auf Wunsch der Briten wurde 1953 eine Änderung der Namen bei den Zügen F 9/10 und F 163/164 vorgenommen. Die Namen "Rheingold" und "Rhein-Pfeil" führten in Großbritannien zu Verwechslungen. Der bisherige Rhein-Pfeil F 9/10 erhielt als der schnellste und qualitativ beste Zug mit nur 1. und 2. Klasse den Namen "Rheingold-Express", F 163/164 erhielt den Namen "Loreley". F 9/10 wurde zu einer Tagesverbindung Hoek van Holland - Mailand ausgebaut und erhielt außerdem einen Kurswagen Hoek van Holland - Rom. Auch F 21/22 erhielt den Namen "Rheingold-Expreß".
Im Fahrplanjahr 1953/54 erreichte der Rheingold-Expreß etwa die gleiche Reisezeit und damit auch Reisegeschwindigkeit wie der alte Rheingold im Jahre 1939. Die gemeinsame Führung von F 9/10 und F21/22 zwischen Köln und Mainz wurde aufgegeben. Zwischen Köln und Venlo übernahmen Lokomotiven der Baureihe 23 die Beförderung des Rheingold.
Ab 1954 verwendete die DB den Namen "Rheingold" ohne den Zusatz "Expreß".
Zum Jahresfahrplan 1954/55 wurde der aus (Kufstein -) München kommende rote DSG-Speisewagen bis Dortmund verlängert, im Juni 1955 ging die Bewirtschaftung des Stammzuges auf seinem ganzen Lauf zwischen Basel und den Niederlanden von der ISG auf die DSG über.
Im Jahre 1956 ging die Deutsche Bundesbahn zum Zweiklassen-System über: die bisherige 3. Klasse wurde zur 2. Klasse, während die frühere 1. und 2. Klasse zur neuen 1. Klasse zusammengefaßt wurde. Sämtliche F-Züge führten nunmehr nur die 1. Wagenklasse, die bisherige Sonderstellung von F 9/10 und F21/22 mit bisher alter 1. und 2. Klasse gegenüber den restlichen F-Zügen nur mit alter 2. Klasse entfiel.
Laut Umlaufplan wurden zum Winterfahrplan 1956/1957 die Schürzenwagen in F 9/10 durch Neubauwagen A4ümg-54 ersetzt.
Die jetzt in Serie gebauten Diesellokomotiven der Baureihe V 200 kamen auch vor dem Rheingold zum Einsatz. In den Niederlanden wurden die Dampflokomotiven der Reihe 3900 von Elektrolokomotiven abgelöst.
Im Sommer 1958 erschien der Name "Rheinpfeil" wieder, diesmal in einem Wort geschrieben und nur für das F-Zug Paar F 21/22 München - Dortmund. Der DSG-Speisewagen wurde über Basel SBB hinaus bis Luzern verlängert. Hinzu kamen fünf zusätzliche Kurswagenläufe Luzern/ Zürich/ Interlaken Ost/ Amsterdam und Hagen/ Dortmund - Venlo - Hoek van Holland.
1959 wurde F 9/10 weiter beschleunigt; die Flügelzüge F 21/22 wurden zeitlich angepaßt. Durch die Inbetriebnahme der neuen Umgehungskurve in Ludwigshafen entfiel das Kopfmachen in Mannhein, F 9/10 wurden zwischen Mannheim und Mainz linksrheinisch über Worms geführt.
Sowohl Rheingold als auch Loreley wurden nun zwischen Köln und Basel SBB durchgehend elektrisch bespannt.
Das Zugpaar erhielt einen Kurswagen von und nach Chur, während die im Vorjahr eingeführten Kurswagen wieder entfielen. Der Speisewagen wurde wieder auf Basel SBB beschränkt.
1962 wurde der Rheingold, 1963 der Rheinpfeil mit neuem exklusiven Wagenmaterial ausgestattet. Mehr dazu auf der Seite "Der neue Rheingold 1962-1965".
Der alte Rheingold 1928-1939
Der neue Rheingold 1962-1965
Bespannung F 9/10
ZeitraumNSDB
Hoek van Holland
Venlo
Venlo
Köln
Köln
Mannheim
Mannheim
Basel SBB
1952-1954390003, 410101 (01.10, 03, 03.10) *
1954-1955390003, 4103.1001 *
1955-195639002303.1001 *
1956-19571100, 1200230101 *
1957-19581100, 120023V 200V 200
1958-19591100, 120023V 200E 10
1959-19621100, 120023E 10E 10
Zeitraum betrifft ab Sommer (erste Angabe) bis Winter (zweite Angabe)
* um 1955 Basel Bad - Basel SBB mit 75.1
Bespannung F 21/22
ZeitraumDBÖBB
Dortmund
Köln
Köln
Mainz
Mainz
Frankfurt
Frankfurt
Würzburg
Würzburg
München
München
Kufstein
Kufstein
Innsbruch
1952-195301*780101E 16?
1953-195401*230101E 16?
Köln
Frankfurt
1954-19550103.100101E 16?
1955-195601F22:03
F21:V 200
0101E 16?
1956-195701F22:03
F21:V 200
0101
1957-195801F22:01
F21:V 200
V 200V 200
1958-1959V 200V 200E 10V 200
1959-1962E 10E 10E 18V 200
Frankfurt
Nürnberg
Nürnberg
München
1962E 10.12E 10E 18E 19
Zeitraum betrifft ab Sommer (erste Angabe) bis Winter (zweite Angabe)
* zwischen Köln und Mainz gemeinsame Führung mit F 9/10.
** Aufgrund der niedrigen Belastbarkeit der Baseler Rheinbrücken durften die schweren Einheitslokomotiven nur bis/ab Basel bad. Bf. verkehren. Zwischen Basel Bad. Bf. und Basel SBB wurden die Züge u.a. mit 75,10 gefahren.
Eingesetzes Wagenmaterial
F 9/10
1951 - So 1956Schürzenwagen (Verwendungsgruppe 39) in stahlblauer F-Zug Lackierung
1951 - Wi 1954CIWL-Speisewagen
So 1955 - Wi 1961DSG-Speisewagen WR4üe-39
ab Wi 195626,4 m Wagen (Verwendungsgruppe 53)
F 21/22
1951 - So 1956Vorkriegsschnellzugwagen der Verwendungsgruppen 29 und 35 in stahlblauer F-Zug Lackierung
1952 - Wi 1962DSG-Speisewagen WR4üe-39, auch WR6ü 1227 und ex Rheingold-1928 WR 1230-1232 und 1234-1239.
Wi 1956 - Wi 196226,4 m Wagen (Verwendungsgruppe 53)
ab So 1962Av4üm und Ap4üm Bauart "Rheingold" (Kurswagen aus/in F9/10)
Die Angaben zum Einsatz der 26,4 m-Wagen sind widersprüchlich und schwanken zwischen 1956 und 1956. Laut Zugbildungplan/Umlaufplan soll der Einsatz in F 9/10 ab Winter 1956 erfolgt sein.
Anmerkung
Viele Angaben über den Rheingold und die damit verbundenen Rheinpfeil und Loreley sind unklar (vor allem die Zeitangaben) und zum Teil widersprüchlich. Alle Informationen, die zur Korrektur, weiteren Klarstellung oder Ergänzung beiträgen, sind jederzeit gern willkommen.
Literatur
Dr. Fritz Stöckl: Europäische Eisenbahnzüge mit klangvollen Namen, Carl Röhrig Verlag, Darmstadt, 1958
Friedhelm Ernst: Rheingold - Luxuszug durch fünf Jahrzehnte, Alba Buchverlag, Düsseldorf, 1971
73-77
Hans-Wolfgang Scharf/Friedhelm Ernst: Vom Fernschnellzug zum Intercity, Eisenbahn-Kurier Verlag, Freiburg, 1983
103, 105, 115, 127, 180, 182, 209, 210, 225, 227, 235, 243, 249, 552, 688
Eisenbahnromantik am Rhein - unterwegs mit Caö Bellingrodt, Eisenbahn-Kurier Verlag, Freiburg, 2006
(56, 57,) 62, 66, 70, 97
Peter Goette: Leichte F-Züge der Deutschen Bundesbahn, EK-Verlag, Freiburg, 2011
114-118
Links
bahnalltag.de: Einladung zur Probefahrt im neuen Rheingold-Zug 1951
Miba: Der Loreley-Express
zeit.de: Im Rheingold-Expreß

Rheingold
1928-1939
1951-1962
1962-1965
1965-1987
Loreley
Roland
Zuglauf
Wagen
Zugbildung
1951: F 163/164
1952: F 10 (Winter)
1956: F 10
1960: F 9 / F 10

HomeEisenbahnReisezügeRheingold1951-1962
©heinrich-hanke.de
12.08.2012
info@heinrich-hanke.de